IT-gesteuerte Planung von Natur in der dichten Stadt

 

Bernhard Scharf

Die dichte Stadt als Natur. Geht das?

Wenn man sich Städte heute ansieht, könnte man den Eindruck gewinnen, dass es sich dabei um einen Widerspruch handelt. Denn Städte wurden – bewusst oder nicht – als Gegensatz zur Natur errichtet. Nach dem Motto: draußen die Natur, drinnen die Stadt. Dieses Paradigma hat zu zahlreichen Problemen geführt. Das von Helga Fassbinder entwickelte Konzept der Biotope City bietet einen vielversprechenden und zukunftsweisenden Lösungsansatz. 

 

Warum eine dichte Stadt als Natur?

Für dieses Ziel gibt es viele Gründe. Im Zentrum der Überlegungen steht der Mensch mit seinen Bedürfnissen nach einem gesunden, sicheren und lebenswerten Umfeld. Durch Klimawandel und städtisches Wachstum ist zu befürchten, dass noch mehr an Lebensqualität verloren geht, wenn wir nicht beginnen, Städte für Menschen und Natur zu bauen. Denn die Wirkungen der Natur auf uns Menschen sind unverzichtbar. Blattgrün reguliert Hitze, Böden und Substrate speichern Regen und Naturräume bieten uns Erholung und Gestaltungsmöglichkeiten.

Was das Video der Nasa schön aufzeigt ist die Änderung der globalen Temperatur in den vergangenen Jahrzehnten. Diese bedrohliche Entwicklung lässt sich aber auch in klaren darstellen:

Die Stadt und der Regen.

Eine weitere Folge des Klimawandels sind immer häufigere und heftigere Niederschläge. Gemeinsam mit dem hohen Versiegelungsgrad der Städte von bis über 90% und ihrem steten Wachstum führt dies regelmäßig zu einer Überlastung des Kanalsystems und fluvialen Überschwemmungen.

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