Inken Baller

ist eine deutsche Architektin mit Wohnsitz und Wirkungsschwerpunkt in Berlin. Baller war Professorin an der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) in Cottbus.

Inken Baller arbeitete von 1967 bis 1989 mit ihrem von ihr geschiedenen Mann, dem Architekten Hinrich Baller, in einer Bürogemeinschaft zusammen. Ab 1985 war sie Gastprofessorin, ab 1989 war sie ordentliche Professorin an der Gesamthochschule Kassel. Von 1996 bis 2007 hielt sie den Lehrstuhl für Entwerfen und Bauen im Bestand an der BTU in Cottbus[1], dort war sie auch als Vizepräsidentin für Lehre tätig.

Nach der Trennung von Hinrich Baller setzte Inken Baller ihre Architektentätigkeit mit eigenen Projekten erfolgreich fort. Zu ihren Schöpfungen zählt das Gebäude der „WeiberWirtschaft“ 1990 in Berlin, ein Umbau im Bestand unter besonderen ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten. Inken Ballers Beitrag zu dem 1996 von der Zeitschrift Stern veranstalteten Wettbewerb „Mein Wunschhaus“ fand weite Anerkennung und sorgte für ihre Bekanntheit auch außerhalb von Architektenkreisen.

Die Architektur von Inken und Hinrich Baller ist relativ eigenständig und folgt keiner der zeitgenössischen Hauptströmungen. Sie erinnert in Zügen an den Jugendstil, stützt sich aber verstärkt auf moderne Konstruktionen, wie Beton, Stahl und Glas. Die Wurzeln ihres Architekturschaffens sieht Baller u. a. bei den Architekten Bruno Taut, Hugo Häring, Bernhard Hermkes und Hans Scharoun. Als einer von wenigen Architektinnen gelang es ihr an einigen Orten, die Berliner Stadtstruktur in ihrer hohen Baudichte und Schwere („steinernes Berlin“) aufzulockern.

Inken Baller ist Mitglied des Deutschen Werkbunds Berlin

Publikationen auf BCJ

DAS VERHÄLTNIS VON ARCHITEKTUR UND STADT/NATUR GESTERN UND HEUTE