GRÜNSTATTGRAU hat mit Vertreter*innen der Branche Bauwerksbegrünung das Positionspapier Bauwerksbegrünung 2020 herausgebracht. Dieses Positionspapier ist ein „Beitrag der Bauwerksbegrünung zur Konjunkturbelebung und ökologischen Transformation der österreichischen Wirtschaft in der Post-Corona Zeit“. Das Positionspapier gibt einen Überblick über die Wirkungen, Wertschöpfungskette und Wachstumsprognosen der Bauwerksbegrünungsbranche sowie Gefahren und Chancen durch die COVID-19 Pandemie.

„Bauwerksbegrünungen liegen nicht nur im Trend, sie sind ein wertvoller Baustein für eine nachhaltige Entwicklung im Bereich Klimawandelanpassung und ein Motor für regionale Wertschöpfung und Arbeitsplatzschaffung.“ Positionspapier Bauwerksbegrünung 2020

In Krisenzeiten von COVID-19 zeigt sich einmal mehr, wie essentiell der Zugang zu gebäudenahem oder -integriertem Grünraum für die mentale und physische Gesundheit von Menschen ist. Bauwerksbegrünungen sind aktive Maßnahmen zu Klimawandelanpassung, die eben nicht nur der Umwelt und CO2-Emissionsreduktion helfen, sondern auch die Lebensqualität der Menschen erhalten bzw. steigern.

In Hinblick auf die steigende Urbanisierung und Nachverdichtung muss jetzt in den Markt der Bauwerksbegrünungen investiert werden. Insbesondere, da die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie zu einem Rückgang der Projektvolumen führen kann. Aktive umweltpolitische und gesundheitsökonomische Ziele im Sinne der Bauwerksbegrünung sind notwendig, um die Klein- und Mittelbetriebe zu unterstützen. Die Vorgaben zur Klimawandelanpassung sollen branchenübergreifend angedacht werden, um den Ausbau der erneuerbaren Energien am Gebäude und die Bauwerksbegrünung miteinander zu ermöglichen und zu stärken anstatt die Gebäudefläche gegeneinander auszuspielen.

„Im Zuge von geplanten Konjunkturanreizen, die zu einer Ankurbelung der durch die Pandemie stark betroffenen Wirtschaft dienen, ergibt sich durch gezielte Maßnahmen zur Förderung der Bauwerksbegrünung die einmalige Chance, die Resilienz der Städte gegenüber Krisen zu erhöhen und gleichzeitig große regionale Wertschöpfungspotentiale zu hebeln. Eine Beschleunigung des unbestritten notwendigen Ausbaus grüner Infrastrukturen vereint wirtschafts-, energie- und umweltpolitische Ziele und kann so zu einem dauerhaft wirksamen Job- und Konjunkturmotor in der stattfindenden ökologischen Transformation werden.“ Positionspapier Bauwerksbegrünung 2020

In Zahlen  bedeutet das, dass bei Erreichen des umweltpolitischen Ziels bis 2030 jedes 2. Flachdach im Neubau in Österreich zu begrünen, 8.000 neue Arbeitsplätze entlang der direkten Wertschöpfungskette und 25.000 Vollzeit-Arbeitsplätze im indirekten Zuwachs entstehen können. Für die Fassadenbegrünung gibt es alleine in Wien ein Potential der begrünbaren Fläche von 120 Mio. Quadratmeter im Bestand.

14 Maßnahmen zur Förderung der Bauwerksbegrünung in den Bereichen
() Mehr Gründächer und Grünfassaden in Neubau und Sanierung,
() Anreize und Steuerung,
() Entsiegelung und Regenwassermanagement und
() Gesetzliche Anpassungen
sollen zu einer signifikanten Steigerung der Bauwerksbegrünungsanteils in Österreich führen.

 

Die konkreten Maßnahmen und das Positionspapier in voller Länge finden Sie hier.