Marc Bigamet und Frédéric Bonnet:
„Das Wahrzeichen der Stadt is El Monte Benacantil, dicht neben der alten Stadt und dem Meer. Die Fortanlage ist im Laufe der Zeit zu einer Ruine geworden. Der Park und die Restaurierung von Überresten haben diesen Ort wieder zum Leben gebracht.

1994 beschlossen die Gemeinden Valencia und Alicante,  in der Folge des Europan 3 Wettbewerbs uns den Auftrag zu erteilen, diesen Stadtpark zu entwerfen.
Die Aufgabe erschien unmöglich wegen der Steilheit des Geländes, der Südwestorientierung und dem schwierigen Zugang. Auch sollte dieser Park aufgenommen werden in das städtische Gewebe.
Letzteres  wurde dadurch möglich, dass  die angrenzenden verwahrlosten Wohnviertel renoviert wurden und der Park erschlossen  sowohl durch die alte Route zum Fort erschlossen wurde als auch von den Wohnquartieren aus.
Der Park ist 7 ha gross und die Orte, die man darin finden kann, variieren von sehr intim bis maximal öffentlich.
Im niedrigsten Parkteil kommt die Vegetation überein mit dem, was bereits  vorhanden war; der Park hat hier auch einen mehr städtischen Charakter. Aber wenn man im  Zickzack den Berg nach oben steigt, durchquert man eine Reihe von unterschiedlichen Welten: Olivenbäume, Grasland, Wald, Felsen. Der technische Entwurf basiert sich auf dem kontrollierten Auffangen des Regenwassers.
 Im Park sind 5 Gebäude aufgenommen: ganz unten ein multifunktionelles Gebäude (nun Museum für archeologische Funde), Gebäude für Bewachung und für die Gärtner, ein Ausstellungsraum mit Bar und schliesslich ein Restaurant mit prächtiger Aussicht.

Harrie van Helmond:
Zum Zeitpunkt meines Besuchs des Parks war es Winter. Trotzdem konnte man sich noch ausführlich an einer grossen Vielfalt von Pflanzen erfreuen. Das Auffallendste war der Umstand, dass es sich um einen beinahe vertikalen Park handelt. Wieviel Energie und Entwurfstalent ist hier eingesetzt, um wirklich jeden Quadratmeter zu entwerfen und stets wieder neue Überraschungen zu inszenieren! Die Freude am Entwerfen ist spürbar. Der Gang durch den Park, von oben nach unten und wieder zurück ist eine Entdeckungsreise entlang einer Vielzahl von Stellen mit stets wechselnder Aussicht und Durchsicht. Der Park versucht, das Fort in die Stadt hinein zu ziehen, aber es ist doch wohl die Rückseite der Stadt, mit dem diese Verbindung zustande kommen muss. Und genau da sieht man die Friktionen: totlaufende Wege, Verschmutzung, Beschädigungen.
Leider gab es ausser einem vereinzelten Hundebesitzer oder einem Gärtner keine anderen Besucher. In dieser Leere zeigt sich der Park vor allem als ästhetische Komposition. Der Naturstein und das Holz, die verwendet wurden, um die Höhenunterschiede zu bezwingen und Schattenstellen zu machen, sind leider nicht berechnet auf das Klima und auf Nutzung. Der Naturstein ist sehr exakt gesägt und zeigt jetzt bereits überall Schadstellen. Das Holz ist weich und ungeschützt und kann deutlich dem Klima nicht standhalten. Die prächtigen hölzernen Türen vor der Glasfassade des Ausstellungspavillons waren z.B. bereits verzogen. Abwärts strömendes Regenwasser hatte tiefe Furchen gezogen im halbverhärteten Boden.
Ich bin gespannt, ob der Park wirklich massenhaft genutzt wird; die ungenutzte Einrichtungen verleihen der prächtigen Bepflanzung einen etwas gezwungenen Kontext. Wenn je ein Park die Anwesenheit von Menschen nötig hätte, dann ist es hier…